Paul Brandenburg live #3 – Deutschland 2022: Wieder im Faschismus?


In den Altmedien ist jeder Vergleich tabu und auch in den freien Medien scheuen sich viele, die ihn privat schon längst so bezeichnen, auch öffentlich von Faschismus zu sprechen. Ist das klug oder ein Fehler? Müssen wir den neuen Faschismus als solchen benennen oder hält das Tabuwort nur unnötig viele Menschen ab, sich der Realität zu stellen? Wir haben Prominente und Experten befragt. Vor allem aber habe ich mit Ihnen live diskutiert, den Hörern von Kontrafunk.
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30 thoughts on “Paul Brandenburg live #3 – Deutschland 2022: Wieder im Faschismus?”

  1. Lauterbach ist nur EIN Übel in der gesamten Regierung, denn was Steinmeier und Faeser sagen, ist genauso unwürdig für Menschen, die nicht mehr sagen dürfen, was der Regierung nicht gefällt !

  2. Merkmale von Faschismus:
    1) der Bürger ist nur noch ein Objekt, er ist Eigentum des totalitären Staates – heute ist der Mensch Eigentum der Pharmalobby, jedenfalls wird das vom Staat indirekt propagiert da der Staat eine Piekszwang haben will und in gewissen Berufen auch eingeführt hat, was beweist dass dein Körper der PharmaLobby gehört.
    2) es werden falsche mindestens umstrittene biologische Gründe propagiert um GrundRechte zu beschneiden und es werden medizinische Experimente mit Millionen Menschen gemacht
    3) früher war es die ArierRasse – heute die GepiekstenRasse die mehr Rechte hat als die anderen – auch wenn das Wort Rasse heute natürlich vermieden wird
    4) Ungepiekste sind die neuen Sündenböcke
    5) Gleichschaltung der Medien und Gerichte – heute sitzen in den Obersten Gerichte fast nur noch exPolitiker und Parteifreunde die offensichtlich politische Urteile fällen und sehr einseitig urteilen, Kritische Mediziner werdengar nicht angehört von den Gerichten
    6) Verbot von Demos mit wahnwitzigen Begründungen und teilweise harter Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten
    7) Einschüchterung von Kritikern mit Hausdurchsuchungen, Festnahmen etc. und mit staalicher Überwachung von Kritikern

  3. Tendenz – dahin – MENSCH, wer bist DU ? Weil der Schöpfer nicht mehr bekannt ist, GOTT stellt einmal ALLEN die Frage, ob JESUS CHRISTUS das LEBEN gab, damit die Ewigkeit gilt..

  4. Leben wir im Faschismus? JA!!! So viel Macht wird in der Hand des Staates gebündelt. Und selbst das Private wird indirekt durch den Staat über Repressionen kontrolliert. Schulen sind nur noch Kasernen für die Ideologie, in denen die Kinder dressiert und konditioniert werden. Aber das fand bereits schon viel früher statt.

  5. Top Format – habe Angst, dass Fancy Neaser dasselbe mit Kontrafunk tun wird wie mit RT obwohl aus der CH gesendet wird wo ich lebe.

  6. Deutschland ist ein totalitärer Staat und zeigt jetzt offen seine hässliche Visage.
    Wer mich rechts nennt kann mich einfach mal gerne haben. Dieser Staat ist für mich erledigt und hat mit der Demokratie soviel zu tun wie der Wolf mit veganer Ernährung

  7. Schon interessant, dass gerade Österreich und Deutschland besonders extrem auf jegliche Kritik an der Regierung und deren Massnahmen reagieren. Da müsste wohl mal ein Seelenklempner an die Volksseele ran. Irgendwas stimmt mit diesen Nationen nicht.

  8. Hier in Frankreich läuft vieles parallel. Also doch mehr oder weniger Gleichschaltung je nach Land. Kritische Betrachter sprechen hier in der Mehrzahl von einer "dérive totalitaire", die sich zuerst schleichend, dann in Sprüngen vollzieht.

  9. Danke für Ihren Beitrag. Die Voraussetzungen des Faschismus bestanden nach 1945 fort, ohne eine wesentliche Möglichkeit und ohne ein tiefergehendes Interesse, diese in der Masse näher anzuschauen zu können oder zu dürfen. Sie finden nun wieder ihren Weg an die Oberfläche. Von daher ist die Frage, "Wieder im Faschismus?" eher irreführend. Was sich zeigt, sind eher Symptome, welche sich auch im Faschismus des Nationalsozialismus fanden.
    Gerade das Dritte Reich, welches den Faschismus auf ganz besondere und erschreckende Weise zum Ausdruck brachte, zeigte, das gerade während dieser Zeit des sogenannten Faschismus, die Voraussetzungen für diesen, eben nicht im Bewusstsein vieler Gesellschaftsbereiche lagen. Wenn man also davon ausgeht, dass die Voraussetzungen für den Faschismus weitestgehend unverändert und unbewusst fortbestehen (und dafür gibt es deutliche Hinweise), so kann man davon ausgehen, dass ein nun möglicherweise aktuell bestehender Faschismus, von der Mehrheit nicht wirklich erkannt werden kann, und dies ebenfalls aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen heraus. Die wünschenswerte Vorstellung "den Anfängen zu wehren" ist dabei in der Lage, die Sicht zu verstellen, da eben "die Anfänge" schon ein Symptom der Voraussetzungen darstellen. Judenhass oder Ausländerhass sei hier beispielhaft erwähnt. Es bleibt hierbei weiterhin offen, worauf sich dieser Hass auf einen anderen Menschen gründet. Mit anderen Worten haben wir uns hier als Gesellschaft anscheinend noch nicht in der Gänze den sogenannten "Anfängen" gewidmet, wenn man davon ausgeht, dass sich z.B. Hass auf andere Menschen, andere Anschauungen, oder das Fremde ganz allgemein, durchaus tiefergehend durchleuchten ließe im Rahmen eines gesellschaftlichen Prozesses. Dabei ist es nicht unerheblich, dass auch die Entwicklung von Hass bestimmten Voraussetzungen unterliegt, welche kulturell geprägt sind.
    Dies könnte man als einen Teufelskreis bezeichnen.
    Von daher scheint die Frage nach den Voraussetzungen für den Faschismus drängender, als die, ob wir uns nun in diesem bereit befinden oder nicht. Die Seite, die denkt, man befände sich nicht im Faschismus, wäre so oder so wahrscheinlich schwer erreichbar, aufgrund der unbewussten inneren Anteile, welche diese Erkenntnis vereiteln würden. Das weltweite auftreten bestimmter "Symptome" scheint jedenfalls auf das universelle der menschlichen Destruktivität hinweisen zu wollen. Nur einige seien hier kurz genannt: die Unmenschlichkeit dem "Anderen" gegenüber, die Gleichgültigkeit dem Leiden anderer gegenüber, das ersehnen einer "Endlösung" als einzigem gehbaren Weg, das leichtfertige Annehmen von Feindbildern, das Überschreiten der persönlichen Grenzen des anderen, auch in körperlicher Form, gerade vor dem Hintergrund eines "höheren" Zieles. Diese zu vernehmende Destruktivität ist keineswegs ein unveränderlicher Zustand, sonder eher Ausdruck, immer wieder vor den Ursachen der menschlichen Destruktivität wegzulaufen.
    Die Frage nach dem Fehlen eines einzelnen Führers, welcher für die Definition des Faschismus von Nöten sei, verschleiert hier, dass gerade in einer globalisierten Welt, welche sich der Zentrierung und gleichzeitig der Ausweitung der Macht zuwendet, eine Führerschaft, z.B. auch durch eine gewisse Anzahl von wissenschaftlichen Experten und Anderen repräsentativeren lässt. Führerschaft jedenfalls trat im Verlauf der Geschichte immer wieder im Gewandt der illusionierten Stärke als Pose auf. Diese Pose, welche auch Adol Hitler beherrschte, gaben sich auch andere Führer hin, wie z.B. Mussolini, der Duce / Führer genannt wurde.
    Stellt man die Frage nach einem Führer, so wird, wenn man sich die Geschichte anschaut, dabei schnell außer Acht gelassen, dass zum einen gerade die von diesen Führern zur Schau getragene Sicherheit und Orientierung, fehlenden inneren Welten entsprach, welche ihren Spiegel bei Menschen mit dem Wunsch nach Führung und ebenfalls fehlenden inneren Welten, fanden. Die dabei zur Schau getragene Orientierung und Sicherheit entsprach dabei keineswegs einer wirklichen Realität. Daher offenbarte sich die ihr innenwohnende Destruktion wohl immer erst im Nachgang.
    Beispielhaft sei daran erinnert, wie sich im Dritten Reich Ärzte hinstellten und mit geschwollener Brust verkündeten, Sie übernähmen die Verantwortung für in Wirklichkeit menschenverachtende Experimente, für welche sie später entweder Ihre eigenen Motivationen nicht mehr erkennen konnten oder das sie die mit diesen einhergehende Unmenschlichkeit verleugneten, so liegen die Ursachen dieser Unmenschlichkeit bis heute wohl noch weitestgehend im Dunkeln. Der Punkt ist, das viele der Menschen, welche im Dritten Reich unter den absonderlichsten intellektuellen Herleitungen vorgaben, Verantwortung zu übernehmen, in Wirklichkeit garnicht in der Lage waren, diese Verantwortung für ihr Handeln, welches anderes Leben zerstörte, zu übernehmen. Sie orientierten sich mitunter in ihrem Handeln lediglich nach den aktuellen Machthabern und konnten unter den neuen Machthabern nach dem 2. Weltkrieg entweder ihr Handeln nicht mehr verstehen, passten sich den neuen Machthabern im Handumdrehen an, ohne dies selbst durchdringen zu können oder leugneten die Folgen ihres Handelns, weil das Erkennen der eigenen Unmenschlichkeit, die Wahrnehmung des eigenen Schmerzes bedeutet hätte. Hierbei geht es keinesfalls um die Verantwortung dem eigenen Körper gegenüber, welcher aktuell große Aufmerksamkeit geschenkt wird (welcher Hannah Arendt im Verlauf ihres Lebens wohl nicht nachkommen konnte), welche eine ganz persönliche Entscheidung ist, sondern um die vorgespielte, illusionierte Verantwortung für ein "höheres Ziel", welches dem Erhalt der "eigeneren" Gruppe, in diesem Falle dem Volk diene, um von diesem dankbar angenommen zu werden, um der eigenen Verantwortung für sich selbst auch hier zu entgehen.
    Die Wissenschaft jedenfalls, die globale in diesem Fall, repräsentiert nun aktuell dieses "höhere" Ziel, als seien die Gründe hierfür, zu 150% gesichtert, schon wieder einem Endziel dienend, aus welchem nun die Volksgesundheit hervorginge. Diese durchaus als illusionierte Stärke zu bezeichnende Pose, die sich in der Geschichte der letzten Jahrtausende, welche immer wieder einen Feind im Außen benötigt, ist es wohl, die uns immer wieder davon abhält, uns selbst zu erkennen. Die Helden der Geschichte wurden hierbei auch von den Historikern immer wieder verklärt. Dabei geht es um Macht, letztlich illusionierte Macht, die immer wieder in sich zusammenfällt. Sie ist zum Symbol der Identifikation geworden, welche die eigene Identität ersetzt, wie ein Warenschild. Die einen wollen sie besitzen, die anderen wollen an ihr teilhaben. Wieder andere wollen sie nicht und wollen auch nicht an ihr Teil haben, zumindest solange es irgend geht. Und noch andere mögen sich diesem ganz entziehen, in aller Konsequenz. Allmacht jedenfalls, der Mensch wohl macht. Das All (im Englischen universe, nicht University), das macht, es wertet nicht, hat aber wohl seine Vorlieben, so steht es zumindest im Tao The Ching geschrieben, in der Übersetzung von Jane Englisch.
    Macht komme von machen, formulierte unlängst ein Politiker. Wenn Schwäche und Hilflosigkeit erkannt werden können, gar durchlebt werden durften, in der Kindheit, dann kann hieraus durchaus wirkliche Stärke hervorgehen. Eine Stärke, welche die Macht im Äußeren nicht mehr zu suchen braucht. Es scheint, als Stünden wir vor der Entscheidung, welcher Seite wir uns zuwenden wollen. Der eigenen, im Inneren zu findenden wirklichen Verantwortung, oder einem von außen ersehnten, vorgegebenen, mutmaßlichen Verantwortungsbewusstsein, welches sich längst in die Macht-Abhängigkeiten verstrickt hat. Dies weiterhin basierend auf den immer noch fortbestehenden Voraussetzungen für den sogenannten Faschismus. Die politische Orientierung ist hierbei mittlerweile von untergeordneter Beudeutung und entspricht dem aktuellen Zeitgeist. Die Destruktivität jedenfalls lässt sich mittlerweile unabhängig von sogenannten politischen Ideologien finden, unter dem Deckmantel des Erfolges. Das sogenannte Erfolgsprinzip scheint uns die Frage aufzudrängen, wem man den nun Folgen möchte, wie das Wort es selbst nahelegt. Die Namensgebung sogenannter "Young global Leaders" scheint sich hier dem Zeitgeist anzupassen. Es wird viel von Führung gesprochen.
    Die Prüfung für einen Autoführerschein jedenfalls, die lässt sich wohl in den meisten Fällen bestehen. Die Prüfung für das Selbst (auto) scheint zumindest im Raum zu stehen und ist auch aus wissenschaftlicher Sicht wohl zu meistern, da der Mensch auch hiernach für die Kooperation geschaffen ist. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass das aktuell immer wieder noch gebetsmühlenartig propagierte Endziel doch letztlich ganz anders aussieht, als wir uns das bis hierhin vielleicht vorstellen können.
    Bis dahin bleibt die Aussage von Klaus Schwab wohl offen, ob der zweite Weltkrieg der Transformationskrieg schlechthin war, wie er es in seinem Buch formulierte. Schon Ovid hatte sich anscheinend ja schon der Sehnsucht nach Metamorphose hingegeben.
    Es gab Zeiten, da überschnitt sich wohl eine Bedeutung von Transformation und Metamorphose. Es war Verwandlung, wie sie bei einer Raupe zum Schmetterling zu finden ist. Zur Zeit hört man, viele Tierarten seien schon ausgestorben. Animalisch, könnte man meinen. Dabei heißt Anima doch die Seele.
    It looks as if the animals mirrors our souls.

  10. Danke für Ihren Beitrag zum Ganzen. Die Voraussetzungen des Faschismus bestanden nach 1945 fort, ohne eine wesentliche Möglichkeit und ohne ein tiefergehendes Interesse, diese in der Masse näher anzuschauen zu können oder zu dürfen. Sie finden nun wieder ihren Weg an die Oberfläche. Von daher ist die Frage, "Wieder im Faschismus?" eher irreführend. Was sich zeigt, sind eher Symptome, welche sich auch im Faschismus des Nationalsozialismus fanden.
    Gerade das Dritte Reich, welches den Faschismus auf ganz besondere und erschreckende Weise zum Ausdruck brachte, zeigte, das gerade während dieser Zeit des sogenannten Faschismus, die Voraussetzungen für diesen, eben nicht im Bewusstsein vieler Gesellschaftsbereiche lagen. Wenn man also davon ausgeht, dass die Voraussetzungen für den Faschismus weitestgehend unverändert und unbewusst fortbestehen (und dafür gibt es deutliche Hinweise), so kann man davon ausgehen, dass ein nun möglicherweise aktuell bestehender Faschismus, von der Mehrheit nicht wirklich erkannt werden kann, und dies ebenfalls aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen heraus. Die wünschenswerte Vorstellung "den Anfängen zu wehren" ist dabei in der Lage, die Sicht zu verstellen, da eben "die Anfänge" schon ein Symptom der Voraussetzungen darstellen. Judenhass oder Ausländerhass sei hier beispielhaft erwähnt. Es bleibt hierbei weiterhin offen, worauf sich dieser Hass auf einen anderen Menschen gründet. Mit anderen Worten haben wir uns hier als Gesellschaft anscheinend noch nicht in der Gänze den sogenannten "Anfängen" gewidmet, wenn man davon ausgeht, dass sich z.B. Hass auf andere Menschen, andere Anschauungen, oder das Fremde ganz allgemein, durchaus tiefergehend durchleuchten ließe im Rahmen eines gesellschaftlichen Prozesses. Dabei ist es nicht unerheblich, dass auch die Entwicklung von Hass bestimmten Voraussetzungen unterliegt, welche kulturell geprägt sind.
    Dies könnte man als einen Teufelskreis bezeichnen.
    Von daher scheint die Frage nach den Voraussetzungen für den Faschismus drängender, als die, ob wir uns nun in diesem bereit befinden oder nicht. Die Seite, die denkt, man befände sich nicht im Faschismus, wäre so oder so wahrscheinlich schwer erreichbar, aufgrund der unbewussten inneren Anteile, welche diese Erkenntnis vereiteln würden. Das weltweite auftreten bestimmter "Symptome" scheint jedenfalls auf das universelle der menschlichen Destruktivität hinweisen zu wollen. Nur einige seien hier kurz genannt: die Unmenschlichkeit dem "Anderen" gegenüber, die Gleichgültigkeit dem Leiden anderer gegenüber, das ersehnen einer "Endlösung" als einzigem gehbaren Weg, das leichtfertige Annehmen von Feindbildern, das Überschreiten der persönlichen Grenzen des anderen, auch in körperlicher Form, gerade vor dem Hintergrund eines "höheren" Zieles. Diese zu vernehmende Destruktivität ist keineswegs ein unveränderlicher Zustand, sonder eher Ausdruck, immer wieder vor den Ursachen der menschlichen Destruktivität wegzulaufen.
    Die Frage nach dem Fehlen eines einzelnen Führers, welcher für die Definition des Faschismus von Nöten sei, verschleiert hier, dass gerade in einer globalisierten Welt, welche sich der Zentrierung und gleichzeitig der Ausweitung der Macht zuwendet, eine Führerschaft, z.B. auch durch eine gewisse Anzahl von wissenschaftlichen Experten und Anderen repräsentativeren lässt. Führerschaft jedenfalls trat im Verlauf der Geschichte immer wieder im Gewandt der illusionierten Stärke als Pose auf. Diese Pose, welche auch Adol Hitler beherrschte, gaben sich auch andere Führer hin, wie z.B. Mussolini, der Duce / Führer genannt wurde.
    Stellt man die Frage nach einem Führer, so wird, wenn man sich die Geschichte anschaut, dabei schnell außer Acht gelassen, dass zum einen gerade die von diesen Führern zur Schau getragene Sicherheit und Orientierung, fehlenden inneren Welten entsprach, welche ihren Spiegel bei Menschen mit dem Wunsch nach Führung und ebenfalls fehlenden inneren Welten, fanden. Die dabei zur Schau getragene Orientierung und Sicherheit entsprach dabei keineswegs einer wirklichen Realität. Daher offenbarte sich die ihr innenwohnende Destruktion wohl immer erst im Nachgang.
    Beispielhaft sei daran erinnert, wie sich im Dritten Reich Ärzte hinstellten und mit geschwollener Brust verkündeten, Sie übernähmen die Verantwortung für in Wirklichkeit menschenverachtende Experimente, für welche sie später entweder Ihre eigenen Motivationen nicht mehr erkennen konnten oder das sie die mit diesen einhergehende Unmenschlichkeit verleugneten, so liegen die Ursachen dieser Unmenschlichkeit bis heute wohl noch weitestgehend im Dunkeln. Der Punkt ist, das viele der Menschen, welche im Dritten Reich unter den absonderlichsten intellektuellen Herleitungen vorgaben, Verantwortung zu übernehmen, in Wirklichkeit garnicht in der Lage waren, diese Verantwortung für ihr Handeln, welches anderes Leben zerstörte, zu übernehmen. Sie orientierten sich mitunter in ihrem Handeln lediglich nach den aktuellen Machthabern und konnten unter den neuen Machthabern nach dem 2. Weltkrieg entweder ihr Handeln nicht mehr verstehen, passten sich den neuen Machthabern im Handumdrehen an, ohne dies selbst durchdringen zu können oder leugneten die Folgen ihres Handelns, weil das Erkennen der eigenen Unmenschlichkeit, die Wahrnehmung des eigenen Schmerzes bedeutet hätte. Hierbei geht es keinesfalls um die Verantwortung dem eigenen Körper gegenüber, welcher aktuell große Aufmerksamkeit geschenkt wird (welcher Hannah Arendt im Verlauf ihres Lebens wohl nicht nachkommen konnte), welche eine ganz persönliche Entscheidung ist, sondern um die vorgespielte, illusionierte Verantwortung für ein "höheres Ziel", welches dem Erhalt der "eigeneren" Gruppe, in diesem Falle dem Volk diene, um von diesem dankbar angenommen zu werden, um der eigenen Verantwortung für sich selbst auch hier zu entgehen.
    Die Wissenschaft jedenfalls, die globale in diesem Fall, repräsentiert nun aktuell dieses "höhere" Ziel, als seien die Gründe hierfür, zu 150% gesichtert, schon wieder einem Endziel dienend, aus welchem nun die Volksgesundheit hervorginge. Diese durchaus als illusionierte Stärke zu bezeichnende Pose, die sich in der Geschichte der letzten Jahrtausende, welche immer wieder einen Feind im Außen benötigt, ist es wohl, die uns immer wieder davon abhält, uns selbst zu erkennen. Die Helden der Geschichte wurden hierbei auch von den Historikern immer wieder verklärt. Dabei geht es um Macht, letztlich illusionierte Macht, die immer wieder in sich zusammenfällt. Sie ist zum Symbol der Identifikation geworden, welche die eigene Identität ersetzt, wie ein Warenschild. Die einen wollen sie besitzen, die anderen wollen an ihr teilhaben. Wieder andere wollen sie nicht und wollen auch nicht an ihr Teil haben, zumindest solange es irgend geht. Und noch andere mögen sich diesem ganz entziehen, in aller Konsequenz. Allmacht jedenfalls, der Mensch wohl macht. Das All (im Englischen universe, nicht University), das macht, es wertet nicht, hat aber wohl seine Vorlieben, so steht es zumindest im Tao The Ching geschrieben, in der Übersetzung von Jane Englisch.
    Macht komme von machen, formulierte unlängst ein Politiker. Wenn Schwäche und Hilflosigkeit erkannt werden können, gar durchlebt werden durften, in der Kindheit, dann kann hieraus durchaus wirkliche Stärke hervorgehen. Eine Stärke, welche die Macht im Äußeren nicht mehr zu suchen braucht. Es scheint, als Stünden wir vor der Entscheidung, welcher Seite wir uns zuwenden wollen. Der eigenen, im Inneren zu findenden wirklichen Verantwortung, oder einem von außen ersehnten, vorgegebenen, mutmaßlichen Verantwortungsbewusstsein, welches sich längst in die Macht-Abhängigkeiten verstrickt hat. Dies weiterhin basierend auf den immer noch fortbestehenden Voraussetzungen für den sogenannten Faschismus. Die politische Orientierung ist hierbei mittlerweile von untergeordneter Beudeutung und entspricht dem aktuellen Zeitgeist. Die Destruktivität jedenfalls lässt sich mittlerweile unabhängig von sogenannten politischen Ideologien finden, unter dem Deckmantel des Erfolges. Das sogenannte Erfolgsprinzip scheint uns die Frage aufzudrängen, wem man den nun Folgen möchte, wie das Wort es selbst nahelegt. Die Namensgebung sogenannter "Young global Leaders" scheint sich hier dem Zeitgeist anzupassen. Es wird viel von Führung gesprochen.
    Die Prüfung für einen Autoführerschein jedenfalls, die lässt sich wohl in den meisten Fällen bestehen. Die Prüfung für das Selbst (auto) scheint zumindest im Raum zu stehen und ist auch aus wissenschaftlicher Sicht wohl zu meistern, da der Mensch auch hiernach für die Kooperation geschaffen ist. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass das aktuell immer wieder noch gebetsmühlenartig propagierte Endziel doch letztlich ganz anders aussieht, als wir uns das bis hierhin vielleicht vorstellen können.
    Bis dahin bleibt die Aussage von Klaus Schwab wohl offen, ob der zweite Weltkrieg der Transformationskrieg schlechthin war, wie er es in seinem Buch formulierte. Schon Ovid hatte sich anscheinend ja schon der Sehnsucht nach Metamorphose hingegeben.
    Es gab Zeiten, da überschnitt sich wohl eine Bedeutung von Transformation und Metamorphose. Es war Verwandlung, wie sie bei einer Raupe zum Schmetterling zu finden ist. Zur Zeit hört man, viele Tierarten seien schon ausgestorben. Animalisch, könnte man meinen. Dabei heißt Anima doch die Seele.
    It looks as if the animals mirrors our souls.

  11. Danke für Ihren Beitrag zum Ganzen. Die Voraussetzungen des Faschismus bestanden nach 1945 fort, ohne eine wesentliche Möglichkeit und ohne ein tiefergehendes Interesse, diese in der Masse näher anzuschauen zu können oder zu dürfen. Sie finden nun wieder ihren Weg an die Oberfläche. Von daher ist die Frage, "Wieder im Faschismus?" eher irreführend. Was sich zeigt, sind eher Symptome, welche sich auch im Faschismus des Nationalsozialismus fanden.
    Gerade das Dritte Reich, welches den Faschismus auf ganz besondere und erschreckende Weise zum Ausdruck brachte, zeigte, das gerade während dieser Zeit des sogenannten Faschismus, die Voraussetzungen für diesen, eben nicht im Bewusstsein vieler Gesellschaftsbereiche lagen. Wenn man also davon ausgeht, dass die Voraussetzungen für den Faschismus weitestgehend unverändert und unbewusst fortbestehen (und dafür gibt es deutliche Hinweise), so kann man davon ausgehen, dass ein nun möglicherweise aktuell bestehender Faschismus, von der Mehrheit nicht wirklich erkannt werden kann, und dies ebenfalls aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen heraus. Die wünschenswerte Vorstellung "den Anfängen zu wehren" ist dabei in der Lage, die Sicht zu verstellen, da eben "die Anfänge" schon ein Symptom der Voraussetzungen darstellen. Judenhass oder Ausländerhass sei hier beispielhaft erwähnt. Es bleibt hierbei weiterhin offen, worauf sich dieser Hass auf einen anderen Menschen gründet. Mit anderen Worten haben wir uns hier als Gesellschaft anscheinend noch nicht in der Gänze den sogenannten "Anfängen" gewidmet, wenn man davon ausgeht, dass sich z.B. Hass auf andere Menschen, andere Anschauungen, oder das Fremde ganz allgemein, durchaus tiefergehend durchleuchten ließe im Rahmen eines gesellschaftlichen Prozesses. Dabei ist es nicht unerheblich, dass auch die Entwicklung von Hass bestimmten Voraussetzungen unterliegt, welche kulturell geprägt sind.
    Dies könnte man als einen Teufelskreis bezeichnen.
    Von daher scheint die Frage nach den Voraussetzungen für den Faschismus drängender, als die, ob wir uns nun in diesem bereit befinden oder nicht. Die Seite, die denkt, man befände sich nicht im Faschismus, wäre so oder so wahrscheinlich schwer erreichbar, aufgrund der unbewussten inneren Anteile, welche diese Erkenntnis vereiteln würden. Das weltweite auftreten bestimmter "Symptome" scheint jedenfalls auf das universelle der menschlichen Destruktivität hinweisen zu wollen. Nur einige seien hier kurz genannt: die Unmenschlichkeit dem "Anderen" gegenüber, die Gleichgültigkeit dem Leiden anderer gegenüber, das ersehnen einer "Endlösung" als einzigem gehbaren Weg, das leichtfertige Annehmen von Feindbildern, das Überschreiten der persönlichen Grenzen des anderen, auch in körperlicher Form, gerade vor dem Hintergrund eines "höheren" Zieles. Diese zu vernehmende Destruktivität ist keineswegs ein unveränderlicher Zustand, sonder eher Ausdruck, immer wieder vor den Ursachen der menschlichen Destruktivität wegzulaufen.
    Die Frage nach dem Fehlen eines einzelnen Führers, welcher für die Definition des Faschismus von Nöten sei, verschleiert hier, dass gerade in einer globalisierten Welt, welche sich der Zentrierung und gleichzeitig der Ausweitung der Macht zuwendet, eine Führerschaft, z.B. auch durch eine gewisse Anzahl von wissenschaftlichen Experten und Anderen repräsentativeren lässt. Führerschaft jedenfalls trat im Verlauf der Geschichte immer wieder im Gewandt der illusionierten Stärke als Pose auf. Dieser Pose, welche auch Adol Hitler auf besondere Weise beherrschte, gaben sich auch andere Führer hin, wie z.B. Mussolini, der Duce / Führer genannt wurde.
    Stellt man die Frage nach einem Führer, so wird, wenn man sich die Geschichte anschaut, dabei schnell außer Acht gelassen, dass zum einen gerade die von diesen Führern zur Schau getragene Sicherheit und Orientierung, in Wirklichkeit fehlenden inneren Welten entspricht, welche ihren Spiegel bei Menschen mit dem Wunsch nach Führung und ebenfalls fehlenden inneren Welten, finden. Die dabei zur Schau getragene Orientierung und Sicherheit entsprach dabei keineswegs einer wirklichen Realität. Daher offenbarte sich die ihr innenwohnende Destruktion wohl immer erst im Nachgang.
    Beispielhaft sei daran erinnert, wie sich im Dritten Reich Ärzte hinstellten und mit geschwollener Brust verkündeten, Sie übernähmen die Verantwortung für in Wirklichkeit menschenverachtende Experimente, für welche sie später entweder Ihre eigenen Motivationen nicht mehr erkennen konnten oder die mit diesen einhergehende Unmenschlichkeit verleugneten, so liegen die Ursachen dieser Unmenschlichkeit bis heute wohl noch weitestgehend im Dunkeln. Der Punkt ist, das viele der Menschen, welche im Dritten Reich unter den absonderlichsten intellektuellen Herleitungen vorgaben, Verantwortung zu übernehmen, in Wirklichkeit garnicht in der Lage waren, diese Verantwortung für ihr Handeln, welches anderem Leben Leid zufügt, zu übernehmen. (Dabei hatte die Zeit der Aufklärung bereits stattgefunden.) Sie orientierten sich mitunter in ihrem Handeln lediglich nach den aktuellen Machthabern und konnten unter den neuen Machthabern nach dem 2. Weltkrieg entweder ihr Handeln nicht mehr verstehen, passten sich den neuen Machthabern im Handumdrehen an, ohne dies selbst durchdringen zu können oder leugneten die Folgen ihres Handelns, weil das Erkennen der eigenen Unmenschlichkeit, die Wahrnehmung des eigenen einstiegen verleugneten Schmerzes bedeutet hätte. Hierbei geht es keinesfalls um die Verantwortung dem eigenen Körper gegenüber, welcher aktuell, sicherlich auch wünschenswert, große Aufmerksamkeit geschenkt wird und dabei eine ganz persönliche Entscheidung ist, sondern um die vorgespielte, illusionierte Verantwortung für ein "höheres Ziel", welches dem der "als eigen empfundenen" Gruppe, in diesem Falle dem Volk diene, um von diesem dankbar angenommen zu werden, um der eigenen Verantwortung für sich selbst auch hier zu entgehen.
    Die Wissenschaft jedenfalls, die globale in diesem Fall, repräsentiert nun aktuell dieses "höhere" Ziel, als seien die Gründe hierfür, zu 150% gesichtert, schon wieder einem Endziel dienend, aus welchem nun die Volksgesundheit hervorginge, welches interessanterweise im Rahmen der anderen zu vernehmenden Strömung nicht Weltgesundheit genannt wird. Diese durchaus als illusionierte Stärke zu bezeichnende Pose, die sich in der Geschichte der letzten Jahrtausende, welche immer wieder einen Feind im Außen benötigte und noch benötigt, ist es wohl, die uns immer wieder davon abhält, uns selbst zu erkennen. Die Helden der Geschichte wurden hierbei auch von den Historikern immer wieder verklärt. Dabei geht es um Macht, letztlich illusionierte Macht, die immer wieder in sich zusammenfällt. Sie ist zum Symbol der Identifikation geworden, welche die eigene Identität ersetzt, wie ein Warenschild. Die hier ursprünglich jedem Menschen geschenkten Indiviualität soll hier nur erwähnt sein. Die Macht, die einen wollen sie besitzen und verteidigen, die anderen wollen an ihr teilhaben, weil wir noch glauben, dies sei die Lektion der Geschichte. Wieder andere wollen sie nicht und wollen auch nicht an ihr Teil haben. Allmacht jedenfalls, die der Mensch wohl macht, scheint letztlich ihren Preis zu haben. Das All (im Englischen universe, nicht University), das macht, es wertet nicht, hat aber wohl seine Vorlieben, so steht es zumindest im Tao The Ching geschrieben, in der Übersetzung von Jane Englisch.
    Macht komme von machen, formulierte unlängst ein Politiker. Wenn Schwäche und Hilflosigkeit erkannt werden könnten, gar durchlebt werden dürften, in der Kindheit – als zum Leben gehörend – dann kann hieraus durchaus wirkliche Stärke hervorgehen. Eine Stärke, welche die Macht im Äußeren nicht mehr zu suchen braucht. Es scheint, als Stünden wir vor der Entscheidung, welcher Seite wir uns zuwenden wollen. Macht und Machtlosigkeit sind jedoch ein Begriffspaar des Lebens. Sieht man die eine Seite, sieht man die Andere nicht. Die Seiten wären im Inneren wohl zu finden. Von dort wäre die wirkliche Verantwortung zu finden. Die Alternative wäre eine von außen ersehnten, vorgegebenes, scheinbares Verantwortungsbewusstsein, welches sich längst in die Macht-Abhängigkeiten verstrickt hat. Dies weiterhin basierend auf den immer noch fortbestehenden Voraussetzungen für den sogenannten Faschismus. Die politische Orientierung ist hierbei mittlerweile von untergeordneter Beudeutung und entspricht dem aktuellen Zeitgeist. Die Destruktivität jedenfalls lässt sich mittlerweile unabhängig von sogenannten politischen Ideologien finden, unter dem Deckmantel des Erfolges. Das sogenannte Erfolgsprinzip scheint uns die Frage aufzudrängen, wem man denn nun Folgen möchte, wie das Wort es selbst anbietet. Die Namensgebung sogenannter "Young Global Leaders" scheint sich hier dem Zeitgeist anzupassen. Es wird viel von Führung gesprochen.
    Zur Zeit hört man wieder vermehrt, viele Tierarten seien schon ausgestorben. Animalisch menschengemacht, könnte man meinen. Dabei heißt Anima doch die Seele .
    It looks as if the animals mirrors our souls.

  12. Es ist eine Steigerung eines Phänomens wahrzunehmen, welches auch eine Voraussetzung für den Faschismus war. Ein vermehrtes Ungleichgewicht zwischen Kognition und Empathie, durch eine sozusagen zunehmende Vergötterung der Kognition, also des Verstandes. Gerade der verlorene Zugang zu inneren Welten, war der Grund dafür, dass der Verstand sich die absonderlichsten Irrwege im Faschismus zurechtlegen konnte. Hierbei spielt die gesellschaftlich geschätzte Fähigkeit zur Abstraktion durchaus eine Rolle, da das ihr innewohnende Potential, das Destruktiven zu verschleiern (wenn abgespaltene Gefühlswelten nicht mehr wahrgenommen werden müssen und können) leicht übersehen wird. Wenn man bedenkt, dass unlängst in den sogenannten MSM selbst von psychologischer Seite berichtet wurde, das Empathie auch gefährlich sein könne, so ist zu befürchten, dass hier das Empathische (welches bestimmte Voraussetzungen für seine Entwicklung benötigt) von den Autoren selbst nicht mehr im Ursprünglichen verstanden werden kann. Dies in einer Gesellschaft, welche sich der Kognition und dem Verstand verschrieben hat.
    Nur, und das ist der Punkt. Die Kognition allein, ist nicht in der Lage, das Ganze, also die Realität zu erfassen. Wo die Realität jedoch nicht mehr erkannt und erfahren werden kann, bahnt sich jedoch das Unerkannte und oft nicht als das Destruktive gesehene, seinen Weg. Es kann somit verkannt werden, nicht selten unter der Vorgabe eines "höheren" Zieles, wie z.B. dem des Volkes, der Wissenschaft, des Fortschritts und des Wachstums.
    Man könnte es auch als eine Form der Lieblosigkeit bezeichnen, das Phänomen des aktuellen Zeitgeistes, welcher sich vollkommen der Ratio verschreiben möchte und sich damit einem Höhepunkt zuwendet, dessen Wurzeln lange zurückliegen. Unter dem Deckmantel eines Realismus, welcher nicht der Realität entspricht, werden Lösungen, aktuell gar wieder als Endlösung propagiert, die über unser reduziertes Menschsein hinwegzutäuschen wohl in der Lage sind.
    Auch im Faschismus war der Feind schon der oder das Andere, wie grundsätzlich in der Geschichte der Menschheit. Die Helden dieser Geschichte wurden hierbei häufig von den Historikern verklärt. Der Andere ist jedoch der Teil in uns, den viele von uns schon früh abspalten mussten, um der Lieblosigkeit zu entgehen. Somit haben wir die Liebe selbst verraten müssen. Der Feind im Außen ist nun in einer Potenzierung das Menschsein selbst geworden, das Abgespaltene des Menschlichen, Emphatischen, welches sich hier unter einer empfundenen Bedrohung, abermals als Unmenschlichkeit zeigt und zeigen möchte. Sie ist universell geworden, die Form der Unmenschlichkeit, mit ihren destruktiven Elementen und Folgen, in einer Welt, welche sich dem Erfolg verschrieben hat. Und wenn man meint diesen nicht zu haben, wie andere, so ist die Verlockung groß, ob nun bewusst oder unbewusst, an diesem in irgendeiner Form teilzuhaben zu wollen, um den einstig in einem selbst verloren gegangenen Teil auszugleichen. Oder man misst sich selbst in dieser Erfolgsskala und ist mit dem Ergebnis solange zufrieden, wie es die äußeren Umstände, dem Erfolg gemäß, zulassen.
    Es ist mittlerweile die Macht des Erfolges, welche uns blind macht. "Macht kommt von machen", sagte jüngst ein Politiker. Dieser Satz könnte durchaus Sinn machen und ergeben, wenn er denn einer wirklichen Selbstermächtigung entsprünge. In heutigen Zeiten, wird jedoch nicht selten, gerade aus allen Gesellschaftsbereichen hervorgehend, folgendes übersehen. Macht und Machtlosigkeit sind ein Begriffspaar, welches dazu verleitet, nur dem angenehmeren Teil seine Aufmerksamkeit zu schenken. Hilflosigkeit und damit auch Machtlosigkeit sind jedoch ein unabdingbarer Bestandteil des Lebens. Diesen Teil außer Acht zu lassen, reduziert das Leben selbst und wendet sich damit auf paradoxe Weise dem Tod selbst zu.
    Doch, es gibt kein Leben ohne Tod und keinen Tod ohne Leben, in dieser Welt, die uns geschenkt wurde .

  13. Zur Anregung ein kurzer Auszug aus "Der Wahnsinn der Normalität – Realismus als Krankheit: Eine Theorie der menschlichen Destruktivität" von Arno Gruen:
    "Kaum war die Nazi-Herrschaft zu Ende, vertauschte man, ohne die Heuchelei zu bemerken, die Treue zum Nationalsozialismus mit dem Gehorsam gegenüber den neuen demokratischen oder kommunistischen Normen. Die Lektion des Nazitums ist nicht nur eine Geschichtslektion über Machtpolitik, Gier, Größenwahn und über das Böse, sondern sie lehrt auch, was Männer und Frauen zu tun imstande sind, wenn sie keine Beziehung zu ihrem inneren Sein haben. Dies zu erkennen, könnte dazu beitragen, uns heute vor Ähnlichem zu bewahren. Denn solche Menschen sind nach wie vor überall unter uns. Statt politischen Ideologien folgen sie heute zum Beispiel den Gesetzen des geschäftlichen Erfolges. Und so können sie noch öfter die Loyalitäten, also die Identitäten, wechseln. Wie flexibel man auf die Anforderungen immer neuer Loyalitäten – und damit kollektiver Identitäten – zu reagieren vermag, ist zum Gütesiegel der Anpassungsfähigkeit und des "Realitätssinns" geworden. Dies erschwert es heute sehr, die Gefahr zu erkennen, die diese Anpassungsfähigkeit für die Menschheit dartsellt.
    Die Nazi-Zeit bietet sehr anschauliche Beispiele dieser Entwicklung. In Albert Speer, unter anderem Hitlers Rüstungsminister, kündigte sich sehr deutlich dieser moderne Typus des erfolgreichen Managers an, wie wir ihn heute kennen: ein verbindlicher Mann, genial im Erspüren und Ausnützen der gerade tonangebenden Strömung, elegant, scheinbar einem großen, überpersönlichen Ziel ergeben, allem gegenüber aufgeschlossen – und deshalb amoralisch und trotz der Brillanz seines Auftretens ohne innere Identität.
    Als Alber Speer im Nürnberger Prozeß vom amerikanischen Hauptankläger Robert H. Jackson verhört wurde, kam ein Mann zum Vorschein, der nicht die geringste Empfindung hatte für die Widersprüche zwischen dem, was ist, und dem, was sein sollte. Während des Krieges schickte er Zwangsarbeiter in die Rüstungsfabriken, ohne einen Gedanken an ihre Rechte und an ihr Wohlergehen zu verschwenden. Ihn interessierte nur die Anzahl. Obwohl dieser Mann den völligen Mangel menschlicher Regungen während seiner Tätigkeit offenbarte, beeindruckte er – nicht zuletzt in seinen 1969 erschienenen 'Erinnerungen' – mit seiner Weltgewandtheit, seiner scharfen Beobachtungsgabe und: mit seinem Wissen, WAS MAN ZU FÜHLEN HAT (im Orig.kursiv, wie im Folgenden). Und genau das ist der entscheidende Punkt. Der moderne Mann dieses Typus WEIß, welche Gefühle er zu haben hat, doch er ERLEBT nicht die widerspruchsvolle Spannung, die entstehen würde, würde er mit den Widersprüchen konfrontiert zwischen seiner Sicht der organisatorischen Notwendigkeiten und Ziele, für die er sich einsetzt, und der emphatischen Wahrnehmung des Leidens der betroffenen Menschen. Ein Mann wie Speer, der nur zu gut wußte, was man zu fühlen hat, verköpert den seelenlosen Manager, der es versteht, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, welch ein gefühlvoller Mann er ist. Auch seine früheren Feinde glauben es. So schrieben die 'New York Times' in ihrem Nachruf auf Albert Speer ganz überwältigt von seiner 'Menschlichkeit'. Doch er war nur ein Mann, dem ALLES möglich war, also auch die politische Kehrtwendung nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches." ENDE des Auszugs.
    Jenseits jeglicher Systematisierung der Bezeichnung gesellschaftlicher Systeme, offenbart sich aktuell jedenfalls eine zunehmende, von anscheinend nicht allen Teilen wahrnehmbare Unmenschlichkeit und Lieblosigkeit, welche aus der Kultur (der sogenannten zivilisierten Gesellschaften) hervorgeht und dessen Betrachtung gleichzeitig durch unsere Kultur erschwert wird. Das Phänomen des 'gespaltenen Bewusstseins' mit seinen destruktiven Auswirkungen für uns alle, dürfte hierbei eine entscheidende Rolle spielen. Dieses auf die Zugehörigkeit zu einer politischen Richtung zu reduzieren, greift deutlich zu kurz und geht darüber hinaus, wie dieser kurze Auszug aus Arno Gruens' Werk wohl andeuten mag.

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